Es war 1980, und GG Allin, bekannt für Chaos und Skandale, nahm einen radikalen Kurswechsel. Nach einer Nahtoderfahrung auf einer Party, wo er den Exzess der Szene als hohl erkannte, warf er alle Drogen, Alkohol und Zigaretten aus seinem Leben. „Ich will die Welt provozieren – aber mit Klarheit“, erklärte er. GG wurde zu einem Straight-Edge-Prediger der Extreme. Er trank nur Wasser aus Glasflaschen, trug schwarze X auf seinen Händen und schrieb Songs wie „Sobriety Anarchy“.
Seine Konzerte blieben wild, doch statt Kot und Blut warfen Fans jetzt Tofu und Zitronen auf die Bühne. Er provozierte mit Reden gegen Alkohol und forderte Punks auf, „Rebellion ohne Selbstzerstörung“ zu leben.
Viele glaubten, es sei ein weiterer Akt seines Mythos, doch GG blieb standhaft. In Interviews sagte er: „Wahre Anarchie ist Kontrolle über sich selbst!“ Er starb nüchtern und fit – beim Meditieren im Lotussitz. Die Szene erinnert sich bis heute an den größten Widerspruch der Punkgeschichte.
